Weiterbildung: Notfallkunsttherapie als Integrationshilfe

Datum: 
Freitag, 17 November, 2017 - Sonntag, 19 November, 2017

 

Liebe KunsttherapeutInnen und

liebe (mit künstlerischen Mitteln Vertraute,) anderweitig pädagogisch/therapeutisch Tätige,

wir möchten Sie herzlich einladen zur Teilnahme an unserer 5-teiligen Reihe

Notfallkunsttherapie als Integrationshilfe

Künstlerisch-therapeutische Beiträge zur sich öffnenden Gesellschaft

Eine Vielzahl von akut schwelenden Krisenherden weltweit bewegt eine schier endlos erscheinende Menge Menschen zur Flucht. So wenig Besitz sie mitbringen, so viele körperlich-seelische Belastungen haben sie zu tragen. Wie kann unsere Gesellschaft ihnen begegnen? In unserer Weiterbildung wollen wir KunsttherapeutInnen dazu befähigen, entwurzelte und traumatisierte Geflüchtete in und nach Krisensituationen professionell auf ihrem Weg hinein in unseren Zusammenhang zu begleiten. Dem Sozialimpuls Rudolf Steiners folgend, bringen wir verschiedene Disziplinen rund um das jeweilige Modulthema ins gemeinsame Gespräch, damit er als Grundlage unseres therapeutischen Handelns in der gemeinsamen Zukunftsgestaltung keimen kann.

Einladung zur Teilnahme am 2. Modul

vom 17. bis 19. November 2017

Im Gespräch mit der interkulturellen Pädagogik

Trauma durch Krieg, Flucht oder Naturkatastrophen bei Kindern und Jugendlichen - interdisziplinäre Behandlungsansätze”

Thema: Die anhaltende Fluchtwelle fordert uns alle heraus, darüber nachzudenken, wie wir als Gesellschaft in der Zukunft leben wollen. Sind wir in der Lage die Ideale der Französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ zu erfüllen? Für künstlerische TherapeutInnen stellt sich auch die Frage: Wie kann ein Gespräch zwischen Menschen entstehen, die in unterschiedlichen Kulturen sozialisiert wurden? Wie können wir als künstlerische TherapeutInnen eine interkulturelle Pädagogik unterstützen, die den durch Naturkatastrophen, Kriegserlebnisse und Flucht traumatisch belasteten Kindern und Jugendlichen gerecht wird? Wie stärken wir Familien und unterstützen Eltern und Bezugspersonen durch die Kunsttherapie, damit sie weiterhin ihre Rolle als stützende, natürliche Autoritäten ausfüllen können? Das Seminar bietet eine Fülle von theoretischen Anregungen und künstlerisch-therapeutischen Übungen aus der Praxis für die Praxis und weicht auch unbequemen Themen nicht aus.

 

ReferentInnen: Ein in der Arbeit in Krisengebieten und Flüchtlingshilfe erfahrenes Team des gemeinnützigen Vereins stART international wird das Seminar durchführen.

Rita Eckart – Kunsttherapeutin, Dozentin für interkulturelle Kunsttherapie und Notfall- und Traumakunsttherapie, langjähriges Mitglied von stART international

Myrtha Faltin – Eurythmietherapeutin, langjährige Erfahrung in der Behandlung von Opfern von sexuellen Straftaten, langjähriges Mitglied von stART international

 

Es spricht während des Freitag-Abend-Vortrags zum Leitgedanken: „Interkulturelle Waldorfpädagogik“

Dieter Kötter – Gymnasial- und Oberstufenlehrer an der Interkulturellen Waldorfschule Mannheim mit den Unterrichtsfächern Mathematik, Physik, Technologie, Religion.

Der interkulturelle Impuls war schon bei der Gründung der ersten Waldorfschule anwesend. Es ging nach dem ersten Weltkrieg um die große Aufgabe der Völkerverständigung. Heute stehen wir durch Kriege und die Globalisierung vor einer ebenso großen, wenn nicht sogar größeren Herausforderung. Noch nie haben so viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Es ist eine globale Aufgabe, zu einer gegenseitigen Achtung von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu erziehen. Am Beispiel der Mannheimer Interkulturellen Waldorfschule wird dargestellt, wie spezielle Unterrichtsangebote zur Wertschätzung anderer Kulturen, Sprachen und Religionen führen sollen.

 

Veranstaltungsort: Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Haus 24, in den Räumen der Akademie Havelhöhe, Kladower Damm 221, 14089 Berlin.

Kostenbeitrag: 230,00 Euro je Wochenende. Getränke sowie Verpflegung am Freitagabend und Pausensnacks am Samstag und Sonntag, Handout und Arbeitsmaterialien sind im Preis enthalten.

Information und Anmeldung bis 13.11.2017:

Karin Ludwig für die Artaban-Schule

in Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins: Gemeinschaft zur Förderung heilpädagogischer Maltherapie Berlin e.V. | Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) VR 7000

kfpludwig@t-online.de, (030) 3 36 84 26 oder unter http://artaban-kunsttherapie.de – mit online-Formular

 

Kontoverbindung:

Postbank Berlin, IBAN: DE53 1001 0010 0456 2291 07, BIC: PBNKDEFFXXX

zeitliche Struktur:

Freitag

17:00-19:00 Uhr Begrüßung, Vorstellung, Einführung ins Thema mit Impulsreferat und

künstlerischen Übungen

19:00-19:30 Uhr Pause

19:30-21:00 Uhr Vortrag zum Thema

 

Samstag

09:00-10:30 Uhr Warmup mit „interkultureller Eurythmie“, Vortrag und Übungen zum Thema interkulturelle Kompetenz und die Rolle der Sozialisation

10:30-11:00 Uhr Pause

11:00-13:00 Uhr Das Eigene und das Fremde, Bewegungsübungen und Spiele. Begegnung ohne kulturelle Übermacht. Künstlerisch-therapeutische Übungen, Gruppengespräch

13:00-15:00 Uhr Mittagspause

15:00-16.30 Uhr Traumatisierung und ihre Auswirkungen aus anthroposophischer Sicht, kunsttherapeutische Übungen für interkulturell-pädagogische Arbeitsfelder aus der Praxis – für die Praxis

16:30-17:00 Uhr Pause

17:00-18:30 Uhr Paar- und Gemeinschaftsarbeiten aus der Kunsttherapie vs. individuelle Bildausdrücke für traumatisierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Tagesabschluss

 

Sonntag

09:00-10:30 Uhr Warmup, Kooperationsspiele aus der eurythmischen Arbeit, No-Go-s in der interkulturellen Kunsttherapie

10:30-11:00 Uhr Pause

11:00-13:00 Uhr Transkulturelles Bewusstsein, Wer integriert wen? Künstlerisch-therapeutische Übungen zur Reflektion der eigenen Identität

 

Zeitgleich ist in den Räumen des Gemeinschaftskrankenhauses die Ausstellung des internationalen Sozialkunstprojektes SIMPLY BLUE! zu sehen: Sie besteht aus über zweitausend blauen Mandalas von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung aus 56 Ländern der Erde.

 

Themen und Termine der nächsten durch den BVAKT anerkannten Wochenendmodule:

 

4. WE-Veranstaltung | 19. - 21.01.2018

 Integrationshilfe für Geflüchtete durch künstlerisch-pädagogisch-therapeutische Ansätze“

Im Gespräch mit der Kunst

 

5. WE-Veranstaltung | 11. - 13.05.2018

Künstlerisch-pädagogisch-therapeutische Unterstützung bei der Eingliederung von Geflüchteten in die Arbeitswelt“

Im Gespräch mit der Wirtschaft


 

Die Weiterbildung wird organisiert von der

Artaban-Schule für künstlerische Therapie e.V. in Kooperation mit

stART international e.V. emergency aid for children und der

Akademie für Anthroposophische Medizin Havelhöhe gGmbH.

 

Nach erfolgreichem Abschluss der gesamten Weiterbildung und Abgabe einer von den Kurs-Verantwortlichen positiv bewerteten Falldarstellung erhalten die TeilnehmerInnen ein gemeinsames Zertifikat der Artaban Schule und stART international. Die einzelnen Module sind vom BVAKT (Berufsverband Anthroposophischer Kunsttherapeuten) anerkannt. Für den Besuch einzelner Module wird jeweils eine Teilnahmebescheinigung ausgegeben.

 



Anmeldungen sind zur Zeit nicht möglich.